Meine Erfahrungen für einen besseren Schnitt

Training, Technik und Aerodynamik

In diesem Beitrag zeige ich euch, was ich beachte, wenn ich eine hohe Durchschnittsgeschwindigkeit erzielen möchte.

Sicher habt ihr auch schon mal versucht, einen möglichst guten Schnitt zu erreichen. Auch ich fahre gerne ein hohes Tempo, denn mir macht das Rennradfahren einfach mehr Spaß, wenn es gut rollt. Zusätzlich bringt ein es in der Regel einen positiven Trainingseffekt mit sich. 

Hier sind ein paar Tipps, die mir selbst viel gebracht haben:

  1. Die Form durch gezieltes Training verbessern

    Das ist einfach am wichtigsten. Wenn jemand das teuerste Aero-Rennrad fährt, ist das höchstwahrscheinlich nicht der Grund, warum er/sie vielleicht schneller fahren kann. 😉

    Im Beitrag Zwei FTP-Tests, viel Training und eine RTF ein paar Erfahrungen und Anregungen für das Training.

  2. Die Aerodynamik verbessern

    Man kann einen wichtigen Teil der Kraft und Ausdauer im Gegenwind liegen lassen, falls die Sitzposition zu aufrecht ist. Wenn das Rad gut passt, sollte man bei hohem Tempo möglichst viel in der Unterlenker-Position fahren (können). Zusätzlich ist es hilfreich die Unterarme anzuwinkeln, damit der Rücken noch flacher wird, denn der Körper ist für den Großteil des Luftwiderstands verantwortlich. Auch am Rad selbst gibt es einige Stellschrauben für eine bessere Position. Probiert es aus und tastet euch an eine neue Haltung heran. Auch ein Bike-Fitting kann dabei helfen, ist aber meiner Meinung nach kein Muss.

    Neben Rahmen und Laufrädern können sich auch die Kleidung und der Helm auswirken. Eine flatternde Regenjacke, die sich beim Fahren aufbläst ist zum Beispiel nicht gerade ideal. In Summe erzielen viele kleine Verbesserungen einen spürbaren Effekt. Gerade bei hohen Geschwindigkeiten. 

    Im Beitrag Ein neuer Lenker für bessere Aerodynamik gibt es etwas mehr zum Thema Aerodynamik zu lesen.

  3. Eine geeignete Strecke wählen 

    Die Strecke sollte vor allem der Windrichtung nach ausgerichtet sein. Wichtig ist auch die angestrebte Distanz. Eine Tempo-Runde muss nicht so lang sein, wie die große Wochenend-Tour, um einen positiven Trainingseffekt zu erzielen. Seid natürlich vorsichtig und konzentriert um einen Sturz zu vermeiden. Wie immer 😉

    Mehr zur Routenplanung gibt es im Beitrag Corona-Solo-Runde nach Waldheim zu lesen.

  4. Die Kraft im richtigen Moment nutzen

    Teilt euch gut ein und fahrt gleichmäßig bergauf, bergab sowie bei Rücken- und Gegenwind. Wenn es bergauf geht, sollte man seine Leistung gut kontrollieren. Das Tempo wird im wesentlichen nicht am Berg gemacht. Beschleunigt noch vor dem Anstieg, besonders dann, wenn es nur eine kleine Welle ist, damit ihr mit Schwung "darüber drücken" könnt. Lasst nicht nach sobald es bergab geht, sondern nutzt das Gefälle um ein wenig Tempoüberschuss heraus zu holen. Gleiches gilt für Passagen mit Rückenwind. Tretet mit gleichmäßig viel Leistung weiter und nutzt den kleinen Bonus.

    Wenn unterwegs die Kraft bzw. Tempo verloren geht, kann ein Wechsel in den Wiegetritt helfen um wieder auf das angestrebte Tempo zu kommen. Beschleunigt bis zu diesem Punkt und geht dann wieder in eine Intensität über, die ihr gut bewältigt. 

    Wenn es steiler bergab geht, könnt ihr euch nach einem kurzen, aber starken Antritt ausruhen. Nehmt also etwas Geschwindigkeit auf und konzentriert euch dann auf die Aerodynamik während ihr den Anstieg möglichst schnell hinab rollt. 

    Lasst kein Tempo liegen. Nach Kurven, Stopps oder Steigungen solltet ihr schnell und kräftig antreten, um die Geschwindigkeit wieder zu erhöhen. 

  5. Sich selbst ein Ziel setzen 

    Setzt euch ein realistisches Ziel. Für Einsteiger ist das vielleicht ein 26er oder 28er Schnitt. Mit jeder Steigerung wird es dann zunehmend schwieriger. Wenn man seine Runde fährt, kann man sein Tempo grob daran orientieren. Ein Tacho ist meiner Meinung nach sowieso ein Muss am Rennrad.

Mit den Jahren gelang es mir den ein oder anderen km/h draufzulegen. Noch schneller wird es natürlich in der Gruppe bei einer RTF oder beim Jedermann-Rennen. 

Viel Spaß beim Ballern!

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